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AKTUELLES

 





Aus betrieblichen und wetterbedingten Gründen, entfällt der Shuttlebetrieb am Dienstag den 25.01.2022, sowie von Donnerstag den 27.01. bis einschließlich Samstag den 29.01.2022.
Shuttlebetrieb und Mitnahme ohne Garantie oder Gewähr. Der Betrieb ist vom Wetter und der Verfügbarkeit der Fahrzeuge abhängig. Bei schlechtem Wetter (starker Regen, Schnee, etc.) findet kein Betrieb statt. Die Mitfahrt in den Shuttles ist kostenlos.

 

Aktuelle Informationen zum Shuttle-Betrieb:

Hof/Kronach: 

Bis auf Weiteres dürfen aufgrund der aktuellen Corona-Situation in den Fahrzeugen in Hof und Kronach maximal vier Fahrgäste zusteigen. Die Voraussetzung dafür ist das Tragen einer FFP2-Maske für Fahrgäste ab 16 Jahren. Kinder ab 6 Jahren tragen eine medizinische Maske (OP-Maske). Zudem ist ein 3G-Nachweis erforderlich. Eine Mitfahrt im öffentlichen Personennahverkehr ist nur geimpft, genesen oder getestet möglich. Davon ausgenommen sind Kinder und Schüler:innen.


Rehau:
Immer Mittwochs ist die gesamte Bevölkerung eingeladen die Shuttles in Rehau zu nutzen. Ab dem 15.12.21 bis März 2022 findet kein Shuttle-Betrieb in Rehau statt.

Video: SMO im Bayrischen Rundfunk (Dezember 2021)
 

Der BR hat sich das SMO-Projekt näher angesehen und gibt Einblicke in die umfangreichen Forschungstätigkeiten. Zum Video.

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Die Shuttle-Modellregion erhält den CREAPOLIS-AWARD der Hochschule Coburg (Dezember 2021)
 

Einmal im Jahr würdigt die Hochschule Coburg herausragenden Transfer von Forschung und Wissen. Überzeugt hat die Jury in diesem Jahr der innovative Ansatz für die Zukunft des Nahverkehrs im ländlichen Raum, die Einbeziehung aller Beteiligten und die „beeindruckende Strahlkraft“ des Projektes, wie Fritze hervorhob. Jurymitglieder waren außer der Präsidentin der Hochschule Coburg der Geschäftsführer von Oberfranken Offensiv, Frank Ebert, der Intendant des Landestheaters Coburg, Dr. Bernhard Loges und der Hautgeschäftsführer der IHK zu Coburg, Siegmar Schnabel.

Den Tandempreis innerhalb der Hochschule erhielten in diesem Jahr die Professoren Wilde und Reißing aus der Fakultät für Maschinenbau und Automobiltechnik und ihr Team. Der andere Teil des Tandempreises ging an den SMO-Konsortialführer Valeo Schalter und Sensoren, vertretend für das gesamte Projektkonsortium. In Kronach bietet die Hochschule Coburg auch den Masterstudiengang „Autonomes Fahren“ an.



Aktuelles zum Betrieb (September21)
 

Im Rahmen des Projektes sind die Shuttles in Kronach, Hof und Rehau mittlerweile seit knapp drei Monaten unterwegs. Die Shuttles haben in diesem Zeitraum bisher ca. 4.500 Kilometer zurückgelegt.  In Hof und Kronach wurden dabei in den ersten drei Betriebsmonaten bisher mehr als 4.000 Fahrgäste mitgenommen. Das entspricht rund 50 Fahrgästen pro Tag. Das Shuttle-Begleitpersonal berichtet, dass viele Fahrgäste zusteigen, die sehr an der Technik interessiert sind. „Das Interesse an den Shuttles ist groß und die Resonanz unserer Fahrgäste durchweg positiv. Als zentraler Partner von Deutschlands umfangreichstem Modellprojekt mit automatisierten Kleinbussen steht für uns das Feedback der Reisenden im Mittelpunkt. Hinweise unserer Fahrgäste aus der Fahrgastbefragung der Hochschule Coburg nehmen wir zur kontinuierlichen Verbesserung unseren Angebots über den gesamten Projektzeitraum auf. Im Fokus steht dabei für das gesamte Konsortium die Weiterentwicklung der Technik des automatisierten Fahrens“ sagt Stefan Kretzschmar vom Betreiber DB Regio Bus.

Weiterhin sind alle Projektpartner zusammen mit dem Hersteller Navya intensiv damit beschäftigt, die Shuttle-Performance stetig zu verbessern. Dabei wird u.a. die Software und die Lokalisierung der Fahrzeuge regelmäßig überprüft und optimiert. So ist es beispielsweise notwendig, dass sich das Shuttle bis auf wenige Zentimeter genau in seiner Umgebung lokalisieren kann, was auf den vergleichsweise komplexen Strecken in der Modellregion Oberfranken eine besondere Herausforderung darstellt. Technische Herausforderungen wie diese sind im Vorfeld des Forschungsprojektes erwartet worden. Wie bei jedem Rechner oder Computer kann es dabei auch passieren, dass ein Update nicht sofort den gewünschten Erfolg bringt oder im Vorfeld nicht berücksichtigte Konsequenzen hat. Der Sinn des Projektes ist nach wie vor, ständig an der Technologie im Realbetrieb zu arbeiten und sie zu verbessern. Jeder gefundene Fehler bringt daher die Technologie einen kleinen Schritt weiter. Die Sicherheit ist dabei natürlich zu keinem Zeitpunkt gefährdet, da die Shuttles sich immer über verschiedene Systeme gleichzeitig im Straßenverkehr orientieren. Sollte es wider Erwarten zu einem Ausfall kommen, kann das Shuttle zu jeder Zeit von der Begleitperson manuell gesteuert werden.

Vor diesem Hintergrund sind die Projektbeteiligten sehr zufrieden mit dem bisherigen Projektverlauf und dem Fahrgastbetrieb.


Fachpublikum in Oberfranken (September21)
 

Das Projekt SMO hat seit dem Start bundesweit viel Aufmerksamkeit erhalten. Schon lange vor Beginn des Fahrgastbetriebs wurde dem Konsortium die Möglichkeit gegeben, bei einer Fachveranstaltung des Bundesverkehrsministeriums die Inhalte und Forschungstätigkeiten des Projektes vorzustellen. Darüber hinaus haben anerkannte Fachzeitschriften in den vergangenen Monaten das Konsortium eingeladen, Fachbeiträge einzureichen. Beispielsweise wurde in “Der NAHVERKEHR” ein Artikel über die Arbeiten in Oberfranken veröffentlicht. Ein zweiter Artikel über die Forschungsergebnisse ist in Vorbereitung. Dieses Fachmagazin spricht Verkehrsunternehmen im deutschsprachigen Raum an. So erhalten Akteure des öffentlichen Nahverkehrs Möglichkeiten, aus den Erfahrungen in Oberfranken zu lernen.

Auch die Bevölkerung soll diese Möglichkeit erhalten, beispielsweise durch das digitale Nachschlagwerk für innovative Mobilitätsformen „Mobilikon“, das SMO als Praxisbeispiel für automatisiertes Fahren aufführt. In einem Erklärvideo wird auf diesem Portal das automatisierte Fahren anhand SMO veranschaulicht und gezeigt, welche Ziele mit dieser Technik verfolgt werden. Außerdem werden Hof, Kronach und Rehau im „Smart City Atlas Bayern“ sowie in der „Innovationslandkarte“ des VDV (Verband deutscher Verkehrsunternehmen) geführt.

Seit dem Betriebsstart der Shuttles und der Lockerung vieler Pandemiebeschränkungen findet SMO zudem auch an anderer Stelle große Beachtung. So besteht ein reger Fachaustausch mit anderen Vorhaben zum automatisierten Fahren, wie am 3. August mit Vertretern des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) und dessen Servicegesellschaft aus Frankfurt. Die Fachgäste besichtigten die drei Projektstandorte und tauschten sich mit den Experten vor Ort aus.

Vergleichbare Fachaustausche mit weiteren Projekten in Deutschland finden zudem gerade statt statt. Mitte September besuchte eine Delegation des Projekts „Shuttles und Co“ aus Berlin die SMO-Region. Der Gegenbesuch aus Oberfranken in Berlin ist für Oktober geplant. Darüber hinaus wird die SMO-Delegation in derselben Woche das Projekt „HEAT“ in Hamburg besuchen. Die Erfahrungen aus ähnlichen Vorhaben und mit anderen Shuttle-Herstellern ist für die SMO-Partner von großer Bedeutung. Der fachliche Austausch mit diesen Projekten mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten und Erfahrungswerten wird als essentiell für die weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeit angesehen, um den Herausforderungen der automatisierten Zukunft besser begegnen zu können.

Es wird also deutlich, dass das Projekt SMO bundesweit Aufmerksamkeit erregt und die Region ihre Innovationsstärke nach außen weiter verdeutlichen kann.



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Die Besucher aus Frankfurt (RMV/rms) inspizieren die digitalen Haltestellen in Kronach (Foto: Andreas Weinrich)
Resümee des Betriebsstarts (August21)
 

Seit Anfang Juni dürfen Fahrgäste nun in den automatisierten Shuttles in Hof, Kronach und Rehau mitfahren, nachdem sich aufgrund der Corona-Pandemie der Start des Publikumsverkehrs verzögert hat. Während in Rehau das Angebot bisher ausschließlich für die Mitarbeitenden der REHAU AG + Co besteht, können in Kronach und Hof alle Bürgerinnen und Bürger die Shuttles nutzen.

Die Nutzerbefragung der Hochschule Coburg im Vorfeld hat ergeben, dass von über 500 Befragten mehr als 80 Prozent das Projekt unterstützen. Entsprechend groß war die Resonanz in den ersten Wochen: Mehr als 1.000 Fahrgäste haben in den ersten vier Wochen die Verbindungen in Hof und Kronach ausprobiert und ihr Interesse an dem neuartigen Shuttle-Service gezeigt. Die Projektpartner und insbesondere die Betreiber DB Regio Bus beziehungsweise REHAU freuen sich mit den Operatoren, die jede Fahrt begleiten, nach der langen Testphase täglich Fahrgäste in den Shuttles zu begrüßen und den Menschen in der Region demonstrieren zu können, wie der ÖPNV auf der „letzten Meile“ in Zukunft aussehen kann. Alle Projektbeteiligten fühlen sich durch die positive Resonanz bestärkt, mit der neuartigen Technik in Oberfranken einen wichtigen Schritt in die Zukunft zu gehen und weiter an einem zuverlässigen und sicheren Shuttle-Betrieb zu arbeiten.

Die ersten Betriebswochen verliefen trotz der pandemiebedingt langen Phase von Testfahrten ohne Publikum nicht immer reibungslos. Die Projektpartner mussten feststellen, dass die nach den Lockdowns wieder belebten Straßen und das größere Verkehrsaufkommen die Shuttles vor Herausforderungen stellen. Die selbstfahrenden Kleinbusse verkehren auf den Straßen gewissermaßen auf „virtuellen Schienen“. Damit der Betrieb möglichst reibungslos stattfinden kann, bleibt es umso wichtiger, den Fahrweg freizuhalten und beispielsweise die Halteverbotszonen zu respektieren.

Alle während des Betriebs gesammelten Erkenntnisse und Erfahrungen sind wichtig und kommen der Shuttle-Modellregion Oberfranken als Forschungsprojekt zugute. Konstruktive Kritik, Anregungen und Vorschläge, wie das Angebot weiter verbessert werden kann, sind ausdrücklich erwünscht. Aus diesem Grund ist an den Fahrzeugen ein QR-Code angebracht, über dessen Link Mitfahrende im Anschluss ihr Feedback hinterlassen können. Im Hofer Leitwartenbüro in der Ludwigstraße 75 können sich alle Bürgerinnen und Bürger dienstags und donnerstags zwischen 16:00 Uhr und 17:00 Uhr über das Projekt zu informieren. Eine Kontaktaufnahme ist auch jederzeit über das Kontaktformular hier auf der Homepage möglich.

Ergänzend dazu wird stetig daran gearbeitet, den Service rund um die Fahrt angenehmer zu gestalten. In Kronach wurden beispielsweise Displays an den Haltestellen angebracht, um die aktuelle Position der Fahrzeuge wiederzugeben. Die Hochschule Hof befasst sich mit einem Informationssystem im Innenraum der Shuttles. Hierbei wurde ermittelt, in welchen Situationen Passagiere während der Fahrt Informationen benötigen und in welcher Form diese im Shuttle bereitgestellt werden können. So wurden in jeweils einem Fahrzeug in Kronach und Hof Monitore und spezielle Sensoren im Innenraum nachgerüstet. Neben der Darstellung einer Karte mit der aktuellen Position und des Fahrtverlaufs soll den Passagieren nähergebracht werden, wie die Technik im Shuttle seine Umgebung wahrnimmt. Weiterhin werden Möglichkeiten erforscht, wie Passagiere das Informationssystem von ihrem Sitzplatz aus bedienen können.

Für die Entwicklung des Informationssystems wurde an der Hochschule Hof ein sog. Demonstrator des Shuttles aufgebaut. Der Demonstrator hat die Abmessungen des Shuttles und wird genutzt, um Forschungsarbeiten und Erprobungen unabhängig vom Shuttlebetrieb durchführen zu können. Durch spezielle Messtechnik im Demonstrator werden im Rahmen von Probandentests die Auswirkungen der entwickelten Lösungen ermittelt und bewertet.
(Foto: Hochschule Hof)

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Zweite Umfrage zur Akzeptanz der fahrerlosen Shuttles - die Ergebnisse der Haushaltsbefragung zeigen hohe Zustimmungswerte in der Bevölkerung, aber auch hohe Erwartungen (Juli21)
 

Mit dem Start des Shuttle-Betriebes ist nun für alle Interessierten eine Mitfahrt in den Fahrzeugen in Hof und Kronach möglich. Zudem gibt es nun die Möglichkeit, dass alle Bürgerinnen und Bürger die Shuttlefahrt bewerten und Ihre Meinung zum Shuttlebetrieb des Projekts Shuttle-Modellregion Oberfranken (SMO) hinterlassen können. Dazu führt die Hochschule Coburg eine eigens konzipierte Fahrgastbefragung durch, deren Ergebnisse wichtige Erkenntnisse zur Weiterentwicklung des Shuttleprojektes in den Modellkommunen liefern soll. Alle Fahrgäste erhalten über den im Shuttle aushängenden QR-Code einen Zugang zu dieser Befragung.

Die Haushaltsbefragung der Hochschule Coburg aus dem Herbst 2020 hat ergeben, dass die Bevölkerung in Hof, Kronach und Rehau positiv gegenüber dem Projekt SMO eingestellt ist. Von den über 500 Befragten unterstützen mehr als 80 Prozent das Projekt und die Erprobung des Einsatzes fahrerlose Shuttles (Antwortoptionen „Stimme zu“ und „Stimme eher zu“).

Auch wenn sich Skepsis gegenüber der Technik feststellen ließ, waren viele der Umfrage-Teilnehmenden interessiert an den fahrerlosen Shuttles und neugierig auf eine Mitfahrt. Die Nutzungsbereitschaft (Antwortoptionen „Stimme zu“ und „Stimme eher zu“) lag im vergangenen Jahr bei über 75 Prozent.

Die Partner der Modellregion freuen sich über die Ergebnisse der Haushaltsbefragung, das Vertrauen der Bevölkerung in die Technik und über weitere Meinungen zum Projekt sowie über eine Teilnahme an der Fahrgastbefragung.

Weiterhin sind die Bürgerinnen und Bürger eingeladen sich im Hofer Leitwartenbüro in der Ludwigstraße 75 über das Projekt zu informieren (dienstags und donnerstags zwischen 16:00 Uhr und 17:00 Uhr).